Über die Postleitzahl 84571
Reischach liegt im Landkreis Altötting und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, der auch Erlbach und Perach angehören. Zur Gemeinde zählt neben dem Hauptort das bis 1971 selbständige Arbing sowie viele kleine Weiler wie Hochmühl, Waldberg oder Wissersdorf.
Als Kirch- und Pfarrort ist Reischach schon 930 unter dem Namen Riskah bezeugt – abgeleitet vom althochdeutschen Wort für Binse, bedeutet der Name so viel wie Ort, an dem viele Binsen wachsen. Die Pfarrkirche St. Martin stammt im Langhaus aus dem 14., im Presbyterium aus dem 15. Jahrhundert; ihr alter Turm musste 1865 wegen Einsturzgefahr weichen. Als barocker Zentralbau mit eiförmigem Grundriss entstand zwischen 1695 und 1699 nach Entwürfen des Neuöttinger Baumeisters Mathias Weidtinger die Wallfahrtskirche St. Anton von Padua. An einen amerikanischen Jagdflieger erinnert ein Gedenkkreuz: Donald A. Kuske rettete 1944 zehn Menschen das Leben und verlor dabei sein eigenes. Im Ortsteil Arbing, dessen romanische Langhausmauern noch aus der Gründungszeit um 1135 stammen, besteht seit 1981 ein gemeinsamer Pfarrverband mit Reischach.
Die Postleitzahl zählt 2.656 Einwohnerinnen und Einwohner auf 28,3 km², die Dichte liegt bei 94 je Quadratkilometer. Der Badesee Hochmühl dient im Sommer zum Baden und Angeln, im Winter zum Eisstockschießen. Nachbarn sind Erlbach, Pleiskirchen, Neuötting und Winhöring.