Über die Postleitzahl 85290
Fast die gesamte Fläche der Postleitzahl 85290 nimmt die Stadt Geisenfeld ein, die im Hopfenland Hallertau direkt an der Ilm liegt, rund 20 km von der Großstadt Ingolstadt entfernt. Zwischen 500 und 700 gründeten eingewanderte Bajuwaren unter einem Anführer namens Gisil die Siedlung, von dem sich der Ortsname über Gisilfeld und Gisenvelt zu Geisenfeld entwickelte. Seit dem 23. November 1952 trägt der Ort das Stadtrecht.
Prägend für Geisenfeld war lange das 1037 von Graf Eberhard II. von Sempt und Ebersberg gegründete Benediktinerinnenkloster, dessen mächtiger Klostertrakt zusammen mit der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt ein denkmalgeschütztes Ensemble bildet. Die Kirche, im Volksmund Hallertauer Dom genannt, vereint einen gedrungenen romanischen Turm mit einem im 18. Jahrhundert in Renaissancestil überhöhten zweiten Turm. Zu den eingemeindeten Ortsteilen zählt Ilmendorf im Norden, erstmals 820 urkundlich erwähnt und seit 1978 Teil der Stadt, sowie Engelbrechtsmünster, wo bereits um 600 Kolumbaner Mönche siedelten und ab 821 ein Benediktinerkloster bestand.
Die Postleitzahl zählt 11.324 Einwohnerinnen und Einwohner auf 88,0 km², das entspricht 129 Personen je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 300 ist die Autobahn A9 an der Anschlussstelle Langenbruck erreichbar, Bahnhöfe liegen im benachbarten Rohrbach und in Ernsgaden. Zu den Nachbargemeinden zählen Mainburg, Aiglsbach, Vohburg an der Donau und Wolnzach.