Über die Postleitzahl 85293
Zwischen München und Ingolstadt, jeweils auf halbem Weg westlich der Bundesautobahn 9, liegt die Gemeinde Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, die praktisch die gesamte Postleitzahl 85293 ausmacht. Am Ort mündet der Nöbach in den größeren Fluss, und mitten durch das Dorf verläuft die Bundesstraße 13.
Erstmals erwähnt wurde Reichertshausen 779, als eine Frau namens Toza dort ein Bethaus errichten ließ. Über die Jahrhunderte wechselten die Herren mehrfach: 1334 kam Schloss Reichertshausen an die Münchner Patrizierfamilie Pütrich, die sich fortan Pütrich von Reichertshausen nannte, später folgten die Herren von Pfeffenhausen und ab 1607 die Freiherren von Weichs. Zu den eingemeindeten Orten zählt Paindorf, dessen Name auf einen gewissen Paio zurückgeht, der sich 836 erstmals urkundlich nachweisen lässt, sowie Pischelsdorf, bereits 957 erwähnt und nach seiner Bedeutung als „Dorf des Bischofs“ benannt. In Reichertshausen selbst bestand seit den 1920er-Jahren ein bekanntes Milchwerk, zeitweise Teil der Kraft-Gruppe, das erst 2010 endgültig schloss.
Heute zählt die Postleitzahl 5.115 Einwohnerinnen und Einwohner auf 23,6 km², was einer Dichte von 217 Personen je Quadratkilometer entspricht. Am Bahnhof Reichertshausen auf der Strecke München–Treuchtlingen hält stündlich eine Regionalbahn. Nachbarorte sind unter anderem Petershausen, Scheyern und Jetzendorf.