Über die Postleitzahl 85464
Am südlichen Rand des Erdinger Mooses, unmittelbar östlich des Ismaninger Speichersees, liegt die Gemeinde Finsing im Landkreis Erding. Hauptort und Sitz der Verwaltung ist dabei nicht das namensgebende Finsing selbst, sondern das westlich davon gelegene Neufinsing, wo auch das Rathaus steht. Die Postleitzahl deckt praktisch das gesamte Gemeindegebiet ab, zu dem außerdem Eicherloh und mehrere Weiler zählen.
Der Ortsname taucht 804 in den Freisinger Traditionsbüchern erstmals als „Funsinga“ auf, wobei die zugrunde liegenden Verhandlungen vermutlich schon 795 begannen – dieses Jahr legte man 1995 der 1200-Jahr-Feier zugrunde. Seit dem 15. Jahrhundert war hier das Ortsadelsgeschlecht der Finsinger ansässig, das sich später auch Widerspacher nannte. Neufinsing selbst entstand erst um 1900 und wuchs vor allem durch den Bau des Mittlere-Isar-Kanals und des zugehörigen Kraftwerks zwischen 1919 und 1929. Von 1977 bis 1979 war die Gemeinde Teil einer Verwaltungsgemeinschaft mit Neuching und Ottenhofen, ehe sie wieder selbständig wurde.
Die katholische Pfarrkirche St. Georg, ein barocker Saalbau von Hans Kogler aus dem Jahr 1688, prägt den alten Ortskern. Auf 23,1 km² leben 4.741 Menschen, das ergibt 206 Einwohner je Quadratkilometer. An die S-Bahn ist die Gemeinde nicht direkt angebunden, Anschluss besteht über die Nachbarorte Markt Schwaben und Poing.