Über die Postleitzahl 85469
Im Erdinger Hügelland, etwa acht Kilometer südöstlich der Kreisstadt Erding, liegt die Gemeinde Walpertskirchen, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen. Die Postleitzahl umfasst nahezu das ganze Gemeindegebiet, das sich auf 22 einzelne Gemeindeteile verteilt – Dörfer, Weiler und Einöden wie Schwabersberg, Deuting oder Operding.
Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 749: Damals übertrug ein gewisser Amilo von Wulperthusir seine Ländereien der Freisinger Kirche; eine Pfarrei besteht seit 1215 nachweislich. Die heutige Gemeinde entstand 1818 im Zuge des bayerischen Gemeindeedikts. Die katholische Pfarrkirche St. Erhard geht auf einen Kirchenbau von 1491 zurück, der 1766 von Johann Baptist Lethner überarbeitet wurde. Am historischen Bahnhof von 1869 sind bis heute historische Formsignale aus Erding sowie eine Wärterbude der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen ausgestellt – Erinnerung an eine Zeit, in der 1951 hier ein folgenschwerer Eisenbahnunfall mehrere Menschenleben forderte.
Die Gemeinde bleibt landwirtschaftlich geprägt, wenn auch die Zahl der Betriebe von 71 im Jahr 1999 auf 41 im Jahr 2020 sank. Über den Haltepunkt an der Bahnstrecke München–Simbach ist Walpertskirchen an den Nahverkehr angebunden; mit der geplanten Walpertskirchener Spange soll künftig auch eine direkte Verbindung zum Flughafen München entstehen. Auf 18,4 km² zählt die Postleitzahl 2.149 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 117 je Quadratkilometer.