Über die Postleitzahl 85622
Die Postleitzahl 85622 teilt sich zwei Gemeinden: gut die Hälfte der Fläche liegt in Feldkirchen im Landkreis München, knapp die Hälfte im Vaterstettener Gemeindeteil Weißenfeld im Landkreis Ebersberg. Feldkirchen hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem dörflich geprägten Ort zu einer Vorstadtgemeinde gewandelt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Feldkirchen im Jahr 853, gemeinsam mit einer dem heiligen Emmeram geweihten Kapelle – jener Bischof soll in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts an dieser Stelle gestorben sein. 1833 gründeten zugewanderte „Überrheiner“ aus der Pfalz und Baden hier eine der frühesten protestantischen Pfarreien im Umland Münchens, aus der später mehrere weitere Gemeinden der Umgebung hervorgingen. Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke München–Neuötting erhielt der Ort 1871 einen eigenen Bahnhof. Nach dem Ende des Kiesabbaus entstand ab 1937 der Heimstettener See, der heute als Badesee dient, und mit der Schließung des Flughafens München-Riem 1992 verbesserte sich die Lebensqualität der Bewohner spürbar.
Der Gemeindeteil Weißenfeld wurde bereits 1045 als Villa „Wizzinvelt“ an das Kloster Ebersberg verschenkt; seine im Kern romanische, dem Apostel Bartholomäus geweihte Kirche wurde 1720 barockisiert und trägt bis heute einen auffälligen Achteckturm mit Zwiebelhaube. Auf 11,4 km² leben 8.229 Menschen, das entspricht 722 Einwohnern je Quadratkilometer. Unternehmen wie Tesla, Intel und T-Systems haben sich in den Feldkirchener Gewerbegebieten angesiedelt.