Über die Postleitzahl 86316
Friedberg liegt im Landkreis Aichach-Friedberg direkt östlich von Augsburg und zählt zu den dreizehn sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden Bayerns. Zur Stadt gehören 14 Stadtteile, darunter die alten Kirchdörfer Bachern, Ottmaring, Paar und Rederzhausen, die bereits im 12. Jahrhundert oder früher urkundlich fassbar sind.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1264 in einem Schutzbrief, der den Bau der Burg Fridberch als Grenz- und Zollfestung gegenüber der Reichsstadt Augsburg ankündigt – eine Lage, die der Stadt wiederholt Ärger einbrachte: 1396 brannten Augsburger sie nieder, im Dreißigjährigen Krieg wurde sie gleich zweimal von schwedischen Truppen zerstört, sodass heute nur Burg, Stadtmauer und das kurz danach errichtete Rathaus älter sind. Einen Aufschwung brachte 1568 Herzogin Christine von Lothringen, die die Friedberger Burg zu ihrem Witwensitz machte, sowie später die Uhrmacherzunft, deren Friedberger Uhren noch heute gesucht sind. 1485 wurde hier mit Balthasar Hubmaier eine führende Persönlichkeit der Täuferbewegung geboren. Die 1753 errichtete Wallfahrtskirche Herrgottsruh zählt zu den schönsten Rokokokirchen Bayerns. Wirtschaftlich prägt heute unter anderem das Möbelhaus Segmüller mit Hauptsitz und Polstermöbelfabrik den Ort, verkehrlich verbindet die Straßenbahnlinie 6 der Augsburger Verkehrsgesellschaft die Stadt über Textilviertel, Herrenbach und Hochzoll mit dem Augsburger Hauptbahnhof.
29.491 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 81,0 km², das sind 364 je Quadratkilometer. Alle drei Jahre findet die Friedberger Zeit statt, ein großes historisches Altstadtfest, dessen nächster Termin 2028 ist.