Über die Postleitzahl 86577
Im Tal der Ecknach, rund sieben Kilometer südöstlich von Aichach, liegt die Gemeinde Sielenbach im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dasing. Die Postleitzahl 86577 folgt fast dem gesamten Gemeindegebiet mit den Gemarkungen Sielenbach und Tödtenried; zur Gemeinde gehören außerdem die Orte Schafhausen und Raderstetten.
Der Ortsname taucht bereits 1241 als „Sielenbach“ auf, zuvor finden sich im 12. Jahrhundert die Formen Sielepach und Suolempach. Im Gemeindeteil Tödtenried weisen Funde aus einem römerzeitlichen Ziegeleibetrieb auf noch ältere Besiedlung hin. Von 1611 bis zur Säkularisation 1803 gehörte der Ort dem Deutschen Orden, dessen Komtur zu Blumenthal den Besitz der Herren von Weichs erworben hatte; im Dreißigjährigen Krieg legten 1632 schwedische Soldaten die Burg Stunzberg in Schutt und Asche. Auf eine Überlieferung, wonach in einem hohlen Birnbaum ein Gnadenbild gefunden worden sein soll, geht die zwischen 1661 und 1668 errichtete Wallfahrtskirche Maria Birnbaum zurück, die seit 1998 wieder vom Deutschen Orden betreut wird. Sielenbach gilt heute als längstes Straßendorf des Landkreises.
Auf 17,8 km² kommen 1.811 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 102 je Quadratkilometer. Über 70 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, dazu tragen zahlreiche Solar- und Biomasseanlagen zur Stromerzeugung bei.
Die Vorwahl lautet 08258, die Kennzeichen AIC und FDB. Nachbarn sind Altomünster, Dasing, Aichach und Adelzhausen.