Über die Postleitzahl 86660
Am Ufer der Donau, ein Stück südwestlich der Kreisstadt Donauwörth entfernt, liegt die Gemeinde Tapfheim im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, die praktisch die gesamte Postleitzahl 86660 ausmacht. Zu ihr gehören die Gemeindeteile Brachstadt, Donaumünster, Erlingshofen, Oppertshofen und Rettingen, von denen alle bis auf Rettingen nördlich der Donau liegen; nur bei Rettingen berührt das Gemeindegebiet den Unterlauf der Zusam.
Donaumünster hieß bis 1924 nur Münster und war zunächst im Besitz des Bodenseeklosters Reichenau, ehe ab dem 13. Jahrhundert das Rittergeschlecht der Herren zu Münster dort saß, deren Burg 1256 erstmals erwähnt wird. 1365 ging der Besitz an das Kloster Heilig-Kreuz in Donauwörth über, das zwischen 1720 und 1730 ein barockes Vogtsgebäude mit schlossartigen Zügen errichtete – im heutigen Schloss lebte seit den 1940er Jahren Alexander von Bernus, Dichter und Alchemist. Brachstadt gilt seit 1144 als urkundlich erwähnt und gehörte seit dem Spätmittelalter zur Grafschaft Oettingen; nachdem der Ort im 16. Jahrhundert protestantisch geworden war, wurde er 1622 mit der Pfarrei Oppertshofen zusammengelegt. In den Gemeindeteilen stehen mehrere Kirchen, darunter St. Peter in Tapfheim und die Wieskapelle in Donaumünster. Der 78 Meter hohe Tapfenturm aus Fertigbeton dient als Sendeturm für den Lokalsender Hitradio RT1 Nordschwaben.
Auf 44,2 km² zählt die Postleitzahl 4.124 Einwohnerinnen und Einwohner bei einer Dichte von 93 Personen je Quadratkilometer. Durch Tapfheim führt die Bundesstraße 16, am Hauptort liegt der Bahnhof an der Strecke Ingolstadt–Neuoffingen. Zu den Nachbarorten zählen unter anderem Donauwörth, Buttenwiesen und Harburg.