Über die Postleitzahl 86668
Karlshuld im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gilt als Hauptort des Donaumooses und deckt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ab. Die Trockenlegung des sumpfigen Donaumooses hatte um 1790 begonnen, und 1795 gründete Freiherr Karl von Eckart auf dem gewonnenen Land die Kolonie, die nach Kurfürst Karl Theodor ihren Namen erhielt. Zu Karlshuld zählen die Gemeindeteile Grasheim, Kleinhohenried, Kochheim, Neuschwetzingen und der Weiler Nazibühl.
Der junge Ort wuchs rasch über die ursprüngliche Planung hinaus, allerdings unter harten Lebensbedingungen für die Kolonisten. Weil unter den Kolonisten viele Protestanten waren, gibt es dort schon seit dem 19. Jahrhundert außer der katholischen auch eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche – ungewöhnlich für das sonst katholisch geprägte ländliche Altbayern. Im Ortsteil Kleinhohenried erinnert das Freilichtmuseum Haus im Moos mit Umweltbildungsstätte an die Moorlandschaft und ihre Kultivierung. 1898 kam mit der Moorversuchsanstalt eine Einrichtung hinzu, die sich der landwirtschaftlichen Nutzung des Donaumooses widmete.
In der Einöde Brandheim bei Kleinhohenried lebten 1818 gerade einmal zwei Familien in einem einzigen Gehöft – ein Beleg für die anfängliche Kargheit der Moorkolonisation. Karlshuld liegt in der Planungsregion Ingolstadt; auf 29,1 km² zählt die Postleitzahl 5.894 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 203 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlgebiete tragen die Orte Karlskron, Berg im Gau, Neuburg an der Donau und Königsmoos.