Über die Postleitzahl 86862
Lamerdingen ist die nördlichste Gemeinde des Landkreises Ostallgäu und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Buchloe. Zur Postleitzahl 86862, die fast vollständig im Gemeindegebiet liegt, zählen neben dem Hauptort die Dörfer Großkitzighofen, Kleinkitzighofen und Dillishausen sowie die Weiler Kreuzhof und Nassenwang.
Der Name Großkitzighofens entwickelte sich aus der 1067 belegten Form Kuzzenkova und bedeutet „Höfe der Leute der Chuzzosippe“. Bis ins 14. Jahrhundert hatten dort die Herren von Rohrbach und die Ottobeurer Klostergemeinschaft Besitzrechte inne, ehe das Domstift Augsburg sie ablöste; der 50 Meter hohe Turm der Pfarrkirche St. Stephan, in seinem Kern um 1500 entstanden, ist bis heute das höchste Bauwerk der Gemeinde. Im benachbarten Kleinkitzighofen wechselten die Herrschaften von den Edlen von Schwabeck über die Welser bis zu den Rehlingern, die dort 1564 durch den Aufkauf des zersplitterten Grundbesitzes eine dauerhafte Herrschaft errichteten. Im Hauptort selbst prägt die Pfarrkirche St. Martin mit ihrem spätbarocken Laternenturm das Ortsbild; sie wurde um 1500 im gotischen Stil neu erbaut und 1737/38 im Rokokostil umgestaltet, mit Stuckarbeiten des Ettringer Meisters Matthias Stiller. Durch Lamerdingen führt die Staatsstraße 2035, die als mittelalterliche „Hochstraße“ einst von Augsburg über Schwabmünchen nach Buchloe verlief.
Die Gemeinde zählt 2.197 Einwohnerinnen und Einwohner auf 34,2 km², das ergibt eine Dichte von 64 Einwohnern je Quadratkilometer.
Zu den Nachbarorten gehören Buchloe, Langerringen und Igling.