Über die Postleitzahl 86875
Der Markt Waal liegt am Saum des Allgäus, im Landkreis Ostallgäu, und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe. Am Ortskern hat die Singold ihre Quelle; sie fließt bis Augsburg-Göggingen, wo sie in die Wertach mündet. Zur Postleitzahl 86875 zählen neben dem Hauptort die Pfarrdörfer Emmenhausen und Waalhaupten sowie das Kirchdorf Bronnen.
Erstmals erwähnt wird Waal 890 in einer Tauschurkunde des Klosters Ottobeuren, 1444 verlieh Kaiser Friedrich III. dem Ort das Marktrecht. Um 1800 gehörte die hiesige Herrschaft dem als „Malefizschenk“ bekannten Reichsgrafen Franz Ludwig Schenk von Castell, mit der Rheinbundakte kam der Ort 1806 zu Bayern. Emmenhausen zählt zu den wenigen Orten, die schon 1059 bei der Verleihung des Wildbanns durch König Heinrich IV. an den Augsburger Bischof genannt werden; Waalhaupten wiederum verdankt seinen Namen offenbar der Gründung von Waal aus, im Sinne von „zu den Häuptern von Waal“. Die eigenständigen Gemeinden Emmenhausen, Bronnen und Waalhaupten wurden zwischen 1971 und 1978 nach Waal eingemeindet. Schloss Waal dient dem fürstlichen Haus von der Leyen bis heute als Wohnsitz, und das unregelmäßig aufgeführte Waaler Passionsspiel zählt zu den ältesten in Bayerisch-Schwaben.
Auf 27,9 km² Fläche zählt die Gemeinde 2.350 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 84 Einwohnern je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind unter anderem Buchloe, Jengen und Oberostendorf; die Vorwahl lautet 08246.