Über die Postleitzahl 86916
Kaufering liegt im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech, direkt nördlich der Kreisstadt, und bildet mit einem Anteil von rund 98,9 Prozent der PLZ-Fläche fast die gesamte Gemeinde ab; nur der kleine Weiler Riedhof auf der östlichen Hochterrasse des Lechs, wenige Kilometer nördlich, gehört noch dazu.
Der Ort geht auf eine germanische Gründung zurück, die urkundlich bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht – der Name soll sich von einem Sippenältesten namens Kufo herleiten, dessen Ansiedlung über Zwischenformen wie Kiviringin und Chuferingen zum heutigen Kaufering wurde. Im Mittelalter gehörte der Ort den Welfen; Herzog Welf V. starb 1120 auf der Burg Kaufering, deren Burgstall neben der Kirche liegt. Den entscheidenden Aufschwung brachte 1872 die Eisenbahn: Weil die Strecke aus technischen Gründen nicht über Landsberg geführt werden konnte, wurde Kaufering zum Bahnknoten, an dem sich bis heute die Linien München–Buchloe sowie die Nebenstrecken nach Bobingen und Landsberg treffen. Ein dunkles Kapitel bilden die elf Lager des KZ-Außenlagerkomplexes Kaufering, die 1944 errichtet wurden und an die heute mehrere KZ-Friedhöfe erinnern.
Die gute Anbindung nach München und Augsburg hat Kaufering zu einem gefragten Pendler-Wohnort gemacht; größter Arbeitgeber ist die Deutschlandzentrale der Hilti AG, daneben sind mittelständische Maschinen- und Apparatebauunternehmen ansässig. Auf 17,6 km² Fläche zählt die PLZ 86916 9.851 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 560 je Quadratkilometer.
Im Ort trifft man noch vereinzelt auf den Lechrainer Dialekt, wenn auch selten. Nachbarn der PLZ sind unter anderem Hurlach, Igling, Landsberg am Lech und Weil.