Über die Postleitzahl 88138
Am Rand der Westallgäuer Landschaft, östlich von Lindau, liegt die Gemeinde Sigmarszell. Zur Postleitzahl gehören außerdem größere Teile der Gemeinden Hergensweiler und Weißensberg, die zusammen mit Sigmarszell eine Verwaltungsgemeinschaft bilden.
Der Sage nach verdankt Sigmarszell seinen Namen einem leibeigenen Bauern namens Sigmar, dem seine Herrin trotz seiner Unfreiheit erlaubte, Pfarrer zu werden – er half demnach dem heiligen Gallus bei der Einführung des Christentums und lebte in einer Zelle, woraus sich der Ortsname entwickelt haben soll. Die heutige Gemeinde entstand 1972 aus dem Zusammenschluss von Bösenreutin, Sigmarszell und Niederstaufen zur Gemeinde Schlachters, die 1974 in Sigmarszell umbenannt wurde. Hergensweiler geht auf eine Gründung um das Jahr 800 zurück, der erste steinerne Kirchbau wurde bereits 1108 geweiht. In Weißensberg ist eine Pfarrei erstmals 1264 belegt; 1907 versuchte die Gemeinde sogar, den Autoverkehr auf ihren Wegen zu verbieten. Am Ende des Zweiten Weltkriegs bestand bei Schlachters ein Außenkommando des KZ Dachau.
Auf 35,9 km² leben 7.507 Menschen, das entspricht 209 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an Lindau und Bodolz, Hergatz und Opfenbach, Achberg, Scheidegg und Wangen im Allgäu.