Über die Postleitzahl 88142
Fünf Kilometer westlich von Lindau liegt Wasserburg, ein staatlich anerkannter Luftkurort auf einer heute durch einen Damm mit dem Festland verbundenen Halbinsel im Bodensee. Die Gemeinde bildet fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl.
Der Name „wazzarburuc“ taucht erstmals 784 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen auf, im 10. Jahrhundert diente die Inselfestung den Klosterherren als Zufluchtsort. Erst 1720 ließen die Fugger, die die Herrschaft 1592 erworben hatten, den heutigen Damm zum Festland aufschütten; eine noch erhaltene Sandsteinsäule hält die Erinnerung daran fest, dass die Halbinsel bis dahin tatsächlich eine Insel war. Auf der Halbinsel liegen Kirche, Schloss und das im ehemaligen Gerichtshaus untergebrachte Malhaus dicht beieinander. Frühjahr 2018 wurde vor dem Ufer der aus der Bronzezeit stammende, rund 3150 Jahre alte „Wasserburger Einbaum“ geborgen – das größte und älteste je im Bodensee gefundene Wasserfahrzeug. Zu den acht Ortsteilen zählen unter anderem Hege, Hattnau, Hengnau und Selmnau, die bis 1971 eine eigene Gemeinde bildeten. Wirtschaftlich prägen heute Tourismus und Obstanbau den Ort, dessen Fischer vor allem Felchen aus dem See holen.
In der Postleitzahl leben 3.849 Menschen auf 6,3 km², das ergibt eine Dichte von 610 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Kressbronn, Lindau samt Bodolz und Nonnenhorn.