Über die Postleitzahl 88529
Mitten zwischen Stuttgart und dem Bodensee liegt im Landkreis Reutlingen die Gemeinde Zwiefalten, deren Name auf die beiden Bäche zurückgeht, an denen sie liegt, die Zwiefalter Aach und die Kessel-Aach. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort die Orte Upflamör, Mörsingen, Gauingen, Sonderbuch, Hochberg, Baach und Attenhöfen.
Zwiefalten wurde 904 als „Zwivaltum“ erstmals urkundlich erwähnt, seine Bedeutung verdankt der Ort jedoch dem 1089 von Mönchen aus Hirsau gegründeten Benediktinerkloster. Dessen Klosterkirche, das Münster Unserer Lieben Frau, wurde 1739 von den Baumeistern Joseph und Martin Schneider in Angriff genommen und bis 1765 von Johann Michael Fischer zu Ende geführt und gilt als Meisterwerk des deutschen Spätbarock. Nach der Säkularisation 1803 wurde in den Klostergebäuden 1812 eine Heilanstalt eingerichtet, die während der nationalsozialistischen Krankenmorde als Zwischenlager für die Tötungsanstalt Grafeneck diente – mindestens eintausendsechshundertdreiundsiebzig Kranke wurden 1939/40 von hier aus weiterverlegt. Der Ortsteil Gauingen, ebenfalls seit 904 bekannt, war einst für seinen reichen Obstanbau bekannt und liefert bis heute den hellen Travertin, aus dem 1957 der Wendelinusbrunnen geschaffen wurde. Nahe dem Ort liegt zudem die seit 1447 bekannte, mit dem Kahn befahrbare Wimsener Höhle.
Die Postleitzahl umfasst 45,3 km² mit 2.309 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 51 je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 312 verbindet Zwiefalten mit Reutlingen im Norden und Riedlingen im Süden.