Über die Postleitzahl 88605
Zwischen der Donau und dem Bodensee im westlichen Oberschwaben liegt im Landkreis Sigmaringen die Kleinstadt Meßkirch, die mit ihren Ortsteilen Rohrdorf, Menningen, Heudorf und weiteren den größeren Teil dieser Postleitzahl bildet. Dazu kommt die Verwaltungsgemeinschaftsgemeinde Sauldorf mit ihren Ortsteilen Sauldorf, Wasser, Boll und Rast.
Meßkirch war einst Hauptort der zimmerischen Herrschaft und kam über die Fürsten von Fürstenberg schließlich zu Baden. Prägendes Bauwerk ist das Schloss der Grafen von Zimmern, das ab 1557 unter Graf Froben Christoph von Zimmern zur ersten regelmäßigen vierflügligen Renaissanceschlossanlage nördlich der Alpen erweitert wurde; heute beherbergt es unter anderem das Martin-Heidegger-Museum, benannt nach dem in Meßkirch geborenen Philosophen. Im Ortsteil Heudorf entdeckte man 1978 mit der „Venus von Meßkirch“ ein Fresko aus einem der größten bekannten römischen Landgüter Südwestdeutschlands, heute im Landesmuseum Württemberg zu sehen. Die Gemeinde Sauldorf entstand erst 1974 aus der Vereinigung mehrerer Dörfer, die bis dahin zum Landkreis Stockach gehört hatten; die Sauldorfer Baggerseen sind heute ein Naturschutzgebiet mit seltenen Vogelarten wie dem Schwarzhalstaucher.
Auf 125,6 km² zählt die Postleitzahl 11.121 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 89 je Quadratkilometer. In Meßkirch kreuzen sich die Bundesstraßen 311 und 313.