Über die Postleitzahl 88718
Zwischen Meersburg und Uhldingen-Mühlhofen, im Bodensee-Hinterland auf 480 bis 550 Metern Höhe, liegt die Gemeinde Daisendorf im Bodenseekreis, die fast die gesamte Fläche dieser kleinen Postleitzahl bildet. Seit dem 1. Oktober 2022 trägt sie offiziell den Beinamen Erholungsort und grenzt im Süden direkt an Meersburg.
Eine erste Besiedlung der eiszeitlich geprägten Hochfläche geht bis ins 8. Jahrhundert zurück; urkundlich erwähnt wird der Ort 1222, als das Kloster Salem dort Zehntrechte von den Herren von Vaz erwarb. Die Herrschaftsrechte selbst lagen beim Bischof von Konstanz, der Daisendorf 1334 wegen wirtschaftlicher Nöte an die Reichsstadt Überlingen abtreten musste und es erst 1507 für 400 Gulden zurückkaufen konnte. Die daraufhin errichtete St.-Martin-Kapelle wurde 1508 geweiht und nach dem Dreißigjährigen Krieg 1651 erneut eingeweiht. Bis heute prägt der Weinbau einen Teil des Gemeindegebiets, ergänzt durch Obstanbau, dessen Früchte im Ort zu Destillat und Wein weiterverarbeitet werden; zusammen mit Immenstaad und Hagnau zählt Daisendorf zu den Gemeinden mit der höchsten Kaufkraft der Region Bodensee-Oberschwaben. Östlich des Ortes liegt der bereits 1445 urkundlich erwähnte Neuweiher, der einst als Wasserspeicher zur Flutung des Meersburger Stadtgrabens diente.
Auf der Fläche der Postleitzahl leben 1.504 Einwohnerinnen und Einwohner bei einer Dichte von 618 je Quadratkilometer, verteilt auf 2,4 km². Die Vorwahl lautet 07532, und über die Bundesstraßen 31 und 33 ist die Gemeinde an das überregionale Straßennetz angebunden; Nachbarorte sind Meersburg, Hagnau am Bodensee und Uhldingen-Mühlhofen.