Über die Postleitzahl 89188
Rund 20 Kilometer von Ulm entfernt, auf der Albhochfläche zwischen den Städten Geislingen an der Steige und Blaubeuren, liegt die Gemeinde Merklingen, die der Postleitzahl 89188 den Namen gibt. Zu ihr gehört der Weiler Widderstall, verwaltet wird sie über den Verwaltungsverband Laichinger Alb.
Merklingen wird bereits 861 als „Marchelingen“ genannt, und zwar in der Urkunde zur Gründung des Klosters Wiesensteig und gehörte ab 1482 zur Reichsstadt Ulm, deren Amt es bis 1744 war. Widderstall dagegen fiel im 15. Jahrhundert wüst und wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder besiedelt; heute betreibt dort das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung ein Solar-Testfeld, und der Tunnel der 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm liegt in seiner Nähe. Am neuen Bahnhof Merklingen – Schwäbische Alb hält seit Dezember 2022 stündlich der Regionalexpress nach Ulm und Wendlingen. In der 89188 leben 2.017 Menschen auf 21,2 km², rechnerisch 95 je Quadratkilometer.
Bekannt ist der Ort für die Merklinger Nudla, eine Backspezialität aus Mehl, Schweineschmalz, Hefe und Ei, die zu süßen wie deftigen Gerichten gereicht wird. Nachbar-Postleitzahlen sind Bad Ditzenbach, Hohenstadt/Drackenstein, Laichingen, Dornstadt und Nellingen.