Über die Postleitzahl 89610
An der Donau zwischen Ehingen und Ulm liegt Oberdischingen im Alb-Donau-Kreis, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ehingen. Zur Gemeinde gehört außer dem namensgebenden Dorf kein weiterer Ort.
Oberdischingen wurde 1148 erstmals urkundlich erwähnt und geriet 1343 unter österreichische Herrschaft, bevor 1661 die Grafen Schenk von Castell den Ort erwarben. Besonders bekannt wurde Franz Ludwig Schenk von Castell, der als „Malefizschenk“ hier ein Zuchthaus einrichtete; dessen bekannteste Gefangene, die Vagantin Elisabetha Gaßner, wurde 1788 im Ort hingerichtet. An diese Zeit erinnert bis heute die Herrengasse mit ihren zwei schief aufeinander zulaufenden Häuserreihen im französisch-barocken Mansard-Stil, ebenso wie die Fasnets-Narrengruppen „Gauner“, „Henkertrommler“, „Malefizweiber“ und „Schlossgeister“. Die 1804 erbaute katholische Pfarrkirche „Zum heiligsten Namen Jesu“ ist als Schwäbisches Pantheon bekannt.
Die Postleitzahl zählt 2.186 Einwohnerinnen und Einwohner auf 8,8 km², das entspricht 249 je Quadratkilometer. Durch Oberdischingen führt der Oberschwäbische Jakobsweg von Ulm nach Konstanz, die Bundesstraße 311 bindet den Ort an das überregionale Straßennetz an.