Über die Postleitzahl 89617
Untermarchtal liegt beidseits der Donau auf einer Weißjuraplatte am Fuß der Alb, im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an und deckt den größten Teil der Postleitzahl 89617 ab.
Prägend für den Ort ist das Kloster Untermarchtal, das seit 1886 im ehemaligen Schloss untergebracht ist und als Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul dient. Das Schloss selbst ließ Johann Ulrich Speth von Zwiefalten zwischen 1573 und 1576 errichten; 1853 verkaufte eine Reichsfreiherrin von Speth das Anwesen an einen protestantischen Pfarrer aus Rottenacker. Die moderne Mutterhauskirche St. Vinzenz, ein Rundbau des Architekten Hermann Baur, wurde 1972 eingeweiht. Zwischen Munderkingen und Obermarchtal erinnert das Kalkofenmuseum, zwischen 1986 und 1990 vom Schwäbischen Heimatbund originalgetreu restauriert, an ein Kalkwerk, das von 1923 bis 1939 in Betrieb war. Die Bundesstraße 311 führt heute auf einer Umgehung samt Donauviadukt am Ort vorbei, der einstige Bahnhaltepunkt an der Strecke Ulm–Sigmaringen dient inzwischen als Infozentrum.
904 Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf 5,6 km², das ergibt 161 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten zählen Ehingen mit Lauterach, Munderkingen mit Hausen am Bussen und Unterwachingen sowie Obermarchtal und Rechtenstein.