Über die Postleitzahl 90537
Mehr als die Hälfte dieser Postleitzahl besteht aus dem gemeindefreien Feuchter Forst, einem Teil des Nürnberger Reichswalds im Landkreis Nürnberger Land; ein knappes Drittel entfällt auf den Markt Feucht selbst, der direkt an den südöstlichen Stadtrand Nürnbergs grenzt. Feucht wurde 1189 erstmals genannt, gehörte damals zum von Nürnberg verwalteten Reichsdominium und war Sitz eines Reichsdienstmannengeschlechts; der Ortsname geht auf das althochdeutsche Wort für Fichte zurück. Rundum vom Wald umgeben, prägt das Gauchsbachtal das Ortsbild.
Der Ort trug über Jahrhunderte Zeidler- und Zollgeschichte: Schon ab dem 11. oder 12. Jahrhundert kassierte hier eine Zollstation Gebühren für die Brücke über die Schwarzach, 1504 und 1552 wurde Feucht in kriegerischen Auseinandersetzungen jeweils niedergebrannt. Erhalten sind heute unter anderem das Pfinzingschloss, das Tucherschloss mit Barockgarten, das Zeidlerschloss sowie das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum. Zum Gemeindeteil Moosbach zählen die Weiler Gauchsmühle, Hahnhof und Weiherhaus.
Auf 30,9 km² zählt das Gebiet 13.829 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 447 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an Nürnberg, Wendelstein, Schwarzenbruck und Winkelhaid.