Über die Postleitzahl 90562
Nordöstlich von Nürnberg erstreckt sich diese Postleitzahl über weite Teile des Sebalder Reichswaldes im Landkreis Erlangen-Höchstadt – ein Flickenteppich aus gemeindefreien Waldgebieten wie dem Erlenstegener, dem Neunhofer und dem Kraftshofer Forst, die zusammen den größten Teil der Fläche ausmachen. Siedlungsschwerpunkte bilden der Markt Heroldsberg und die Gemeinde Kalchreuth mit ihren Ortsteilen Käswasser und Röckenhof.
Heroldsberg, elf Kilometer von Nürnberg entfernt, wurde 1225 erstmals urkundlich erwähnt und kam 1391 in den Besitz des Nürnberger Patriziergeschlechts der Geuder, das dort binnen rund 110 Jahren vier Schlösser errichten ließ: das Grüne, das Weiße, das Rote und das Gelbe Schloss, zusammen mit einer ehemaligen Wehrkirche noch heute das Ortsbild prägend. Albrecht Dürer besuchte 1510 einen Freund im Roten Schloss und fertigte dabei die älteste bildliche Darstellung des Ortes an. Kalchreuth wiederum zeigt in einer Tongrube zwischen Kalchreuth und Heroldsberg Ammoniten-Versteinerungen, die auf ein einstiges Meer vor rund 180 Millionen Jahren hindeuten; der Ort selbst geht auf eine slawische Besiedlung im 8. Jahrhundert zurück.
Durch die Wälder verlaufen die Autobahn A 3 und die Bundesstraße 2, dazu die Gräfenbergbahn. Auf 98,5 km² kommen 11.383 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 116 je Quadratkilometer – die geringe Dichte erklärt sich aus dem hohen Waldanteil. Nachbar-Postleitzahlen reichen bis nach Nürnberg, Erlangen und Lauf an der Pegnitz.