Über die Postleitzahl 93462
Der Markt Lam liegt im engen Tal des Lamer Winkels im Bayerischen Wald, nahe der tschechischen Grenze, und deckt die Postleitzahl 93462 fast vollständig ab. Das Tal, durch das der Weiße Regen fließt, teilt sich Lam mit den Nachbargemeinden Arrach und Lohberg; die umliegenden Gipfel Arber, Osser, Kaitersberg und Hoher Bogen rahmen den Talkessel ein.
Erstmals 1279 urkundlich erwähnt, geht die Besiedlung auf Siedler aus dem Tiroler St. Ulrich am Pillersee zurück, die den Urwald am Fuß des Ossers rodeten. Ab 1463 begann in der Umgebung der Abbau von Silber- und später Kupfererz, und 1522 verlieh Herzog Wilhelm IV. dem Ort den Rang einer gefreiten Bergstadt. Nach der Schließung des Bergwerks 1732 dauerte es bis 1998, ehe mit der Fürstenzeche ein Teil dieser Geschichte als Besucherbergwerk und Heilstollen wiederbelebt wurde. Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich entstand nach einem Ortsbrand von 1699 unter Einbeziehung des gotischen Turms. Heute prägen der Tourismus als staatlich anerkannter Luftkurort sowie große Arbeitgeber wie die Simba-Dickie-Group das Wirtschaftsleben, und Lam ist Endbahnhof der von Cham über Bad Kötzting führenden Bahnstrecke.
Auf 33,2 km² zählt der Markt 2.516 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 76 je Quadratkilometer entspricht. Nachbar-PLZ sind unter anderem Lohberg und Arnbruck im Norden sowie Arrach im Osten.