Über die Postleitzahl 93473
Zwölf Kilometer nordöstlich von Cham, dort wo der Bayerische Wald in den Böhmerwald übergeht, liegt Arnschwang im Tal des Flusses Chamb. Die Gemeinde bildet fast die gesamte Postleitzahl 93473 und hat sich in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt der Energieerzeugung aus Biomasse und Wasser entwickelt. Zu ihr gehören Ortsteile wie Zenching, das bis 1972 eine eigenständige Gemeinde mit zehn Teilorten war, sowie Nößwartling, Tretting und Faustendorf.
Schon die Kelten hinterließen hier im ersten vorchristlichen Jahrhundert Spuren: Im Burgholz bei Zenching liegt eine gut erhaltene keltische Viereckschanze, die wohl auch als Versammlungsort diente. Aus dieser Sprachschicht leitet sich vermutlich auch der Ortsname her: Aus „Aruni-wang“, dem Weideland eines Mannes namens Aruni, entwickelte sich über die Zwischenformen Arinswanch und Ornswanch schließlich die heutige Schreibweise. Im Ponnholz sichern die frühmittelalterlichen „Schwedenschanzen“ noch heute den Verlauf der alten Fernstraße, die einst von Cham nach Furth im Wald führte, und unter dem Ort verliefen einst zahlreiche unterirdische Gänge, die sogenannten Schrazellöcher. Die barocke Pfarrkirche St. Martin hat einen gotischen Chor und wurde 1899 um zwei Joche verlängert. Anlässlich der 1200-Jahr-Feier 1995 schuf der einheimische Bildhauer Toni Scheubeck den Labyrinthbrunnen aus Fürstensteiner Granit.
1.919 Menschen leben auf 27,2 km², das sind 71 je Quadratkilometer. Die Nachbar-PLZ reichen von Furth im Wald im Norden bis Rimbach im Osten.