Über die Postleitzahl 93476
Am Regen im Bayerischen Wald, unweit von Bad Kötzting und Miltach, liegt Blaibach – gut 20 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt und namensgebend für die Postleitzahl 93476. Zur Gemeinde zählen die Ortsteile Kreuzbach, Untergschaidt und Wimbach, die 1972 aus der aufgelösten Gemeinde Kreuzbach hinzukamen.
Erstmals 1182 urkundlich genannt, gehörte Blaibach lange den Freiherren von Notthafft, die das Schloss in seiner heutigen Form 1604/05 errichten ließen; über Verkauf und Erbschaft wechselte die Hofmark mehrfach den Besitzer, ehe sie 1741 wieder an die Notthafft zurückfiel. Die spätbarocke Pfarrkirche St. Elisabeth mit ihrem von einer Laterne bekrönten Zwiebelturm entstand 1779. Überregional bekannt wurde Blaibach 2014 mit der Eröffnung des Konzert- und Kulturhauses, initiiert vom ostbayerischen Bariton Thomas E. Bauer – ein 560 Quadratmeter großer Bau für Klassikkonzerte und Ausstellungen. Schon zwei Jahre zuvor war das leerstehende „Blaue Haus“ im Ortskern zu einem Bürgerhaus umgebaut worden, unter Erhalt seiner Lehmziegelwände und des Granitkellers.
Die Gemeinde zählt auf 16,9 km² 1.858 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 110 je Quadratkilometer. Seit 1891 hält hier die Bahnstrecke Cham–Bad Kötzting, bedient im Zwei-Stunden-Takt von der Oberpfalzbahn. Nachbar-PLZ sind Kötzting, Chamerau und Miltach.