Über die Postleitzahl 93483
Direkt am Regen, wo seit 1890 eine Brücke den Fluss überspannt, liegt die kleine Gemeinde Pösing – mit gut neun Quadratkilometern die flächenkleinste unter ihren Nachbarn – und bildet den überwiegenden Teil der Postleitzahl 93483. Verwaltet wird sie über die Verwaltungsgemeinschaft Stamsried, zu ihr gehört auch der nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlinge und Vertriebene gegründete Ortsteil Langwald.
Der Name des Ortes wandelte sich über die Jahrhunderte von „Besinga“ (896) über „Pesinge“ (1194) und „Poysing“ (1484) zur heutigen Form. Unter Pösing verläuft der Pfahl, eine besonders harte Gesteinsschicht, die hier eine natürliche Furt durch den Regen ermöglicht. Direkt an der Gemeinde beginnt die Regentalaue, das mit weitem Abstand größte Naturschutzgebiet der Oberpfalz, das sich bis nach Cham erstreckt. Die katholische Kirche St. Vitus geht in ihren Ursprüngen auf das Jahr 1000 zurück, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig zerstört und zwischen 1730 und 1750 neu errichtet. Alljährlich im Juli trifft man sich zum Pösinger Open Air auf dem „Bierl“, einem Berg mit Blick über das gesamte Regental.
936 Menschen leben auf 9,1 km², das sind 103 je Quadratkilometer. Die B 85 führt in unmittelbarer Nähe vorbei, Nachbar-PLZ sind Cham, Roding, Pemfling und Stamsried.