Über die Postleitzahl 94160
Im tief eingeschnittenen Talboden der Wolfsteiner Ohe im Bayerischen Wald liegt die Gemeinde Ringelai, die den größten Teil der Postleitzahl 94160 ausmacht. Der staatlich anerkannte Erholungsort trägt wegen seines milden Klimas in einem von Wäldern umgebenen Talkessel die Beinamen „Schmalzdobl“ und „Meran des Bayerischen Waldes“. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort unter anderem die Dörfer Kühbach, Wasching und Wamberg sowie zahlreiche kleinere Weiler.
Ringelai wurde 1312 erstmals erwähnt, als ein gewisser Christian von ring Laib bei einem Verkauf eines Hofes als Zeuge genannt wird; frühe Berichte rühmen den für den Bayerischen Wald ungewöhnlich fruchtbaren Boden und den Wohlstand des Dorfes. Hier verlief einst die Grenze des Hochstifts Passau zum Kurfürstentum Bayern, davon zeugen am Geistlichen Stein bis heute erhaltene Grenzsteine aus dem Jahr 1691. Bis 1951 trug die Gemeinde den Namen Kühbach, benannt nach dem gleichnamigen Ortsteil südlich des Hauptortes. Besonders ist die bis heute gepflegte Christkindl-Wallfahrt, deutschlandweit die einzige ihrer Art, mit einem Gnadenbild als Kopie des Christkindls im Dom zu Raab. Im Ortsteil Lichtenau lässt sich im Freilichtmuseum Keltendorf Gabreta keltisches Leben nachvollziehen, und die Wildbachklamm Buchberger Leite prägt die Landschaft nahe dem dortigen Carbidwerk.
Auf den 16,3 km² der Postleitzahl leben 1.823 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 112 Personen je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Perlesreut, Hohenau, Freyung und Grafenau.