Über die Postleitzahl 94166
In einem kleinen Seitental des Inn, rund acht Kilometer nordöstlich von Simbach am Inn, liegt die Gemeinde Stubenberg im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ering. Sie nimmt fast die gesamte Postleitzahl 94166 ein und umfasst neben dem Hauptort das Pfarrdorf Prienbach sowie eine große Zahl kleiner Weiler und Einzelhöfe.
Erste nachweisbare Herren des Ortes waren die Closen, von denen sich 1401 ein Zweig nach Stubenberg benannte; 1512 verkauften sie die Hofmark an die Baumgarten. Die einstige Burg fiel 1743 während des Österreichischen Erbfolgekriegs einer Zerstörung zum Opfer und wurde 1800 vollständig abgetragen, erhalten blieb nur ein Turmrest, der in ein Bauernhaus eingebaut wurde. Ab 1722 blühte in der Pfarrkirche St. Georg und Urban eine Marienwallfahrt, deren Gnadenbild, eine Marienstatue mit Kind um 1600, bis heute in der angebauten Frauenkapelle steht; die Wallfahrt selbst ist weitgehend eingeschlafen. Um 1800 entstanden zudem die sogenannten Stubenberger Liederbücher mit geistlichen und weltlichen Gesängen. Der Ortsteil Prienbach wird bereits in einer Traditionsnotiz aus dem 8. Jahrhundert erwähnt, sein Name geht wohl auf ein keltisches Wort für Brückenbach oder Gebirge zurück.
Die 18,1 km² große Fläche zählt 1.335 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 74 Personen je Quadratkilometer. Durch den Ort führt die B 12, die zur A 94 zwischen Passau und München ausgebaut werden soll; die nächste Bahnstation liegt im rund acht Kilometer entfernten Simbach am Inn.