Über die Postleitzahl 95119
Naila liegt im Frankenwald, rund 18 Kilometer westlich von Hof, und war bis 1972 Kreisstadt des inzwischen aufgelösten Landkreises Naila; heute ist die Stadt Mittelzentrum im Landkreis Hof und stellt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Zu ihr gehören Gemeindeteile wie Marxgrün mit Brand, Hölle und Kleinschmieden, dazu Culmitz, Lippertsgrün und Marlesreuth.
Der Stadtname wandelte sich über Jahrhunderte mehrfach: Von „Neulins“ im 14. Jahrhundert über „Neilein“ und „Neyla“ bis zur heutigen Form „Naila“, die sich ab 1643 durchsetzte – seine Herkunft gilt unter Heimatforschern bis heute als ungeklärt. Über gut drei Jahrhunderte, beginnend im 15. Jahrhundert, wurde in der Gegend Eisen- und Kupfererz abgebaut und verhüttet, ehe mit der Industrialisierung Schuh- und Textilfabrikation den wirtschaftlichen Schwerpunkt bildeten. Am Karsamstag wird bis heute der Brauch des Eierwalchens gepflegt, der einst so bedeutsam war, dass mehrere Straßen in der Stadt nach ihm benannt sind.
Heute prägen Logistik, Einzelhandel sowie Kunststoff- und Maschinenbauindustrie den Standort, über die Anschlussstelle Naila/Selbitz ist die Stadt an die A 9 angebunden. Auf 37,3 km² leben 7.564 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 203 je Quadratkilometer.
Die Postleitzahl grenzt an Schwarzenbach am Wald, Bad Steben, Selbitz, Berg, Issigau, Lichtenberg und Schauenstein.