Über die Postleitzahl 95359
An der Staatsstraße von Kulmbach nach Würgau liegt der Markt Kasendorf, dessen Postleitzahl fast das gesamte, durch die Gebietsreform der 1970er Jahre gewachsene Gemeindegebiet umfasst, mit Ortsteilen wie Azendorf, Peesten, Döllnitz und Heubsch.
Erstmals 1286 urkundlich erwähnt, erhielt Kasendorf 1328 durch kaiserliches Privileg Markt- und Stadtrechte; der frühere Ortsname Kazendorf erklärt die Katze im Ortswappen. Überregional bekannt wurde der Ort durch den „Kasendorfer Giftmord“ von 1808, bei dem die Haushälterin des örtlichen Justizamtmanns dessen Ehefrau mit Arsen vergiftete – ein Fall, den der Jurist Paul Johann Anselm von Feuerbach später in seiner Sammlung merkwürdiger Verbrechen veröffentlichte und der seither in der kriminalhistorischen Literatur immer wieder nacherzählt wird. Auf dem Turmberg erinnern vor- und frühgeschichtliche Befestigungen sowie der Magnusturm an die Burg Kasendorf, und die Friesenquelle zählt mit rund 400 Litern Schüttung pro Sekunde zu den stärksten Quellen Oberfrankens.
Die Postleitzahl zählt 2.360 Einwohnerinnen und Einwohner auf 38,8 km², das ergibt 61 Einwohner je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Kulmbach, Mainleus und Thurnau.