Über die Postleitzahl 96199
Am nördlichen Rand des Landkreises Bamberg, im Maintal, liegt der Markt Zapfendorf und stellt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Zur Gemeinde zählen die 1972 eingegliederten Orte Kirchschletten, Lauf mit Roth, Oberleiterbach, Oberoberndorf und Sassendorf sowie das 1978 hinzugekommene Unterleiterbach; dazu der kleine Weiler Reuthlos.
Zapfendorf wurde 802 als „Zaphendors“ erstmals – wenn auch fehlerhaft – erwähnt, 903 folgte die Nennung als „Zaphendorf“; 1390 verkauften die Truhendinger den Ort an das Hochstift Bamberg. Kirchschletten reicht vermutlich bis ins 8. Jahrhundert zurück und beherbergte wohl eine der Slawenkirchen aus der Zeit Karls des Großen. Oberleiterbach gewann 1977 als „Bundesgolddorf“ die Goldmedaille für seine Fachwerkhäuser und ist seit 2016 das erste Bioenergiedorf im Landkreis Bamberg. Am 1. April 1945, kurz vor Kriegsende, wurde der Bahnhof Zapfendorf bei einem Luftangriff getroffen, ein dort haltender Güterzug explodierte in zwei Detonationen. Von einst mehreren Brauereien ist heute keine mehr in Betrieb, zuletzt schlossen die Brauerei Drei Kronen 2003 und die Brauerei Hennemann in Unterleiterbach 2007.
Zapfendorf liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof und nahe der Autobahn A 73 mit eigener Anschlussstelle; durch den Ort führt der Fränkische Marienweg. Auf 30,5 km² kommen 4.887 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 160 Personen je Quadratkilometer. Nachbarn dieser PLZ sind Scheßlitz, Breitengüßbach, Rattelsdorf und Ebensfeld.