Über die Postleitzahl 96224
Burgkunstadt liegt im Obermainland zwischen Lichtenfels und Kulmbach, der Stadtkern etwa einen Kilometer nördlich des Mains auf einer Felsnase aus Sandstein, und deckt fast das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl ab. Zur Stadt gehören zahlreiche Gemeindeteile, darunter Ebneth, Gärtenroth, Kirchlein, Mainklein, Mainroth, Neuses am Main, Theisau und Weidnitz.
Die Gegend war schon im 8. Jahrhundert von einer slawisch geprägten Siedlung bewohnt, ab etwa 830 bestand hier eine rund 5000 Quadratmeter große Burganlage von militärischer Bedeutung – zur Karolingerzeit gab es in ganz Oberfranken nur die Bamberger Burg als vergleichbare Festung. Um 1160 diente die damals staufische Reichsburg Friedrich Barbarossa als Sammelplatz für seine Italienfeldzüge, ehe sie an den Bamberger Bischof überging. Von 1888 bis 1990 war Burgkunstadt gemeinsam mit Pirmasens Zentrum der deutschen Schuhindustrie, woran heute das 1991 eröffnete Deutsche Schustermuseum erinnert. Das Rathaus vereint im Erdgeschoss und ersten Stock Reste des mittelalterlichen Bergfrieds mit einem kunstvollen Fachwerkaufbau von 1690; unterirdische Gänge verbanden einst zahlreiche Häuser der Oberstadt am Marktplatz.
Burgkunstadt und der Gemeindeteil Mainroth verfügen über je einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Bamberg–Hof, die Stadt liegt zudem an der Bundesstraße 289. Auf 40,5 km² kommen 6.460 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 160 Personen je Quadratkilometer. Nachbarn dieser PLZ sind Mainleus, Redwitz an der Rodach, Altenkunstadt und Marktzeuln.