Über die Postleitzahl 97199
Am linken Ufer des Mains, im südlichen Maindreieck, liegt die Kleinstadt Ochsenfurt, die fast die gesamte Fläche der Postleitzahl 97199 einnimmt und dem Würzburg-Ochsenfurter Maintal seinen Namen gibt. Die historische Altstadt besitzt eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Befestigung mit Ringmauer, Zwingermauer, Stadtgraben, zahlreichen Türmen und Toren aus dem 14. Jahrhundert. Der Ortsname gehört zu einer Reihe von Main-Orten, die nach Furten benannt sind, etwa Haßfurt, Schweinfurt oder Frankfurt – Ochsen dienten früher als Zugtiere und Fleischlieferanten.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 725, als im Auftrag des Bonifatius ein Kloster gegründet wurde; um 1295 ging der Besitz vom Tafelgut des Würzburger Bischofs an das Würzburger Domkapitel über. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wuchs die Stadt zwischen 1971 und 1978 um mehrere Gemeindeteile: Hohestadt, Kleinochsenfurt und Zeubelried, dann Darstadt, es folgten Erlach, Goßmannsdorf am Main und Tückelhausen, zuletzt Hopferstadt. In Tückelhausen erinnert die klosterähnliche Struktur des Dorfes bis heute an das dortige, 1803 aufgelöste Kartäuserkloster, während in Erlach das im 12. Jahrhundert erbaute Erlacher Wasserschloss aus den bäuerlichen Anwesen hervorsticht.
Ein eigener Hafen bindet Ochsenfurt an das europäische Wasserstraßennetz an, der Bahnhof liegt an der Strecke Treuchtlingen–Würzburg mit stündlichen Regionalbahnen nach Würzburg. Umgeben von Weinbergen ist Ochsenfurt wirtschaftliches Zentrum des fruchtbaren Ochsenfurter Gaus. Die Postleitzahl 97199 zählt 11.125 Einwohnerinnen und Einwohner auf 63,4 km², was 175 Personen je Quadratkilometer entspricht. Sie grenzt unter anderem an Giebelstadt, Randersacker, Eibelstadt und Frickenhausen.