Über die Postleitzahl 97645
Ostheim vor der Rhön ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft im Landkreis Rhön-Grabfeld und liegt, historisch betrachtet, an einer ungewöhnlichen Stelle: Von 1945 bis zur Gebietsreform 1972 bildete die Stadt mit ihren damaligen Nachbargemeinden eine thüringische Enklave unter bayerischer Verwaltung, und die landesrechtliche Zugehörigkeit zu Bayern ist bis heute nie offiziell geklärt worden. Zur Stadt gehören die Ortsteile Oberwaldbehrungen und Urspringen.
Die vermutlich um 525 gegründete Siedlung wurde 804 erstmals urkundlich genannt und erhielt 1596 das Stadtrecht. Die Kirchenburg Ostheim zählt zu den größten und besterhaltenen Anlagen dieser Art in Deutschland. Seit 1907 erscheint hier die Ostheimer Zeitung mit rund 800 Exemplaren – nach eigener Einordnung die kleinste Lokalzeitung Deutschlands, entstanden auch aus dem Wunsch der einst thüringischen Enklave nach einem eigenen Medium. Bekannt ist zudem der Ostheimer Leberkäs, eine Terrine aus Schweinefleisch und Schweineleber, sowie die Getränkefirma Bionade.
Die Postleitzahl bringt es auf 3.321 Einwohnerinnen und Einwohner bei 39,1 km², das sind 85 je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind Mellrichstadt, Oberstreu, das Gebiet um Nordheim, Sondheim und Willmars, Bastheim und Oberelsbach.