Über die Postleitzahl 97851
Am rechten Mainufer, eingezwängt zwischen dem Fluss und einem Steilhang zwischen Lohr am Main und Marktheidenfeld, liegt die Stadt Rothenfels, die nach Einwohnerzahl auf Platz zwei der kleinsten Städte Bayerns steht. Sie besteht aus wenig mehr als einer Hauptstraße und gehört, zusammen mit dem oberhalb gelegenen Gemeindeteil Bergrothenfels, zur Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart. Der Name geht auf die mittelhochdeutschen Wörter für roten Fels zurück, was sich in historischen Schreibweisen wie „Rotenuels“ aus dem 12. Jahrhundert bereits andeutet.
Oberhalb der Stadt erhebt sich die Burg Rothenfels, an die sich Bergrothenfels anschließt, das um 1148 als eigenständiges Hofgut entstand. Rothenfels, Windheim und Bergrothenfels bildeten von 1686 bis 1822 einen gemeinsamen Gemeindeverband, bevor Bergrothenfels wieder selbstständig wurde – erst 1972 kam es endgültig zu Rothenfels zurück. Verwaltungsgeschichtlich pendelte der Ort mehrfach zwischen den Bezirksämtern Lohr am Main und Marktheidenfeld, bis 1972 der heutige Landkreis Main-Spessart entstand. Seit 2006 dient der Maindamm der einstigen, stillgelegten Bahnstrecke Lohr–Wertheim als Umgehungsstraße. Mit sieben größeren Beherbergungsbetrieben spielt der Tourismus für den kleinen Ort eine spürbare Rolle.
Auf 11,6 km² zählt diese Postleitzahl 964 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 83 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Marktheidenfeld, Hafenlohr und Neustadt am Main, die Vorwahl lautet 09393.