Über die Postleitzahl 97852
Auf einem Höhenrücken im südlichen Spessart liegt die Gemeinde Schollbrunn, die diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Verwaltet wird sie von der Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim, wo auch der Sitz der Gemeindeverwaltung liegt, während der Ort selbst zum Landkreis Main-Spessart gehört. Der Name setzt sich aus den Wörtern für Erdscholle und mittelhochdeutsch brunne zusammen und bezeichnet damit eine Quelle, die aus Erdschollen entspringt.
Oberhalb des Haslochbachtals stand einst die Burg Reinstein, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, Stammburg eines würzburgischen Ministerialengeschlechts. Von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1888 nutzten evangelische und katholische Gemeinde die Kirche gemeinsam als Simultaneum, bevor die katholische Pfarrkirche zu Ehren von St. Heinrich und St. Margareta eingeweiht wurde. Bekannt ist der in den 1960er Jahren angelegte Wildpark Schollbrunn mit seinem Rotwildbestand, dessen langjährige Attraktion, ein kapitaler Hirsch mit dem Namen Hasenstab-Hirsch, Ende 2011 verstarb. Im Mühlental des Haslochbachs standen früher sechs Mühlen, von denen die Schreckenmühle bis heute in Betrieb ist; der Gemeindeteil Fechermühle liegt an der Mündung des Klingelbachs, dort steht neben der ehemaligen Mühle die Ruine der Markuskapelle.
876 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 12,2 km², das ergibt eine Dichte von 72 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Marktheidenfeld, Bischbrunn, Esselbach, Kreuzwertheim, Altenbuch und Hasloch, die Vorwahl lautet 09394.