Über die Postleitzahl 98669
Veilsdorf im Landkreis Hildburghausen liegt am Oberlauf der Werra, im Städtedreieck von Hildburghausen, Eisfeld und Bad Rodach, unmittelbar an der Grenze zu Bayern. Fast die gesamte Postleitzahl 98669 gehört zur Gemeinde Veilsdorf mit den Ortsteilen Kloster Veilsdorf, Heßberg, Schackendorf, Goßmannsrod und Hetschbach, ein kleiner Anteil reicht in die Kreisstadt Hildburghausen hinein.
Der Name Veilsdorf ist bereits 817 in einer Fuldaer Urkunde belegt, in wechselnden Schreibweisen wie Fiselestorp oder Vilesdorp. Auf dem Gelände eines 1189 erstmals erwähnten und 1524/25 im Bauernkrieg zerstörten Klosters gründete Prinz Eugen von Sachsen-Hildburghausen 1760 die erste Porzellanmanufaktur Thüringens – heute stellt hier ein Werk der Rauschert-Gruppe technische Keramik her. In Heßberg, Ursprungsort des gleichnamigen Adelsgeschlechts, gerieten 1626 zwei Frauen in Hexenprozesse. Gesprochen wird in Veilsdorf Itzgründisch, ein mainfränkischer Dialekt, der die Nähe zu Oberfranken widerspiegelt. Ein Bahnhof an der Werrabahn verbindet den Ort im Stundentakt mit Eisenach und Eisfeld.
Auf 31,1 km² kommen 2.727 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 88 je Quadratkilometer. Nachbarschaftlich schließen sich Eisfeld und der Auengrund im Osten sowie Rodach bei Coburg im Süden an.