Über die Postleitzahl 99090
Im Nordwesten Erfurts, auf der Alacher Höhe in Richtung Gotha, liegen die dörflichen Ortsteile der Postleitzahl 99090: Alach, Töttelstädt, Tiefthal, Salomonsborn und Kühnhausen. Anders als die dicht bebauten Vorstädte im Zentrum sind sie landwirtschaftlich geprägt und erst 1994 nach Erfurt eingemeindet worden.
Alach wurde bereits im 9. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt und gehörte ab 1104 zum Petruskloster Erfurt, weshalb die Bewohner als Peterlinge bezeichnet wurden; 1664 wurde der Ort bei einer Belagerung durch den Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn stark beschädigt. Töttelstädt ist bereits 874 als Tullinestat belegt und war einst so groß, dass er zwei Kirchen besaß, bis Pest, mehrere Stadtbrände und Kriegswirren ihn stark verkleinerten. Tiefthal diente der Mainzer Statthalterei ab 1361 als sogenanntes Küchendorf und veranstaltet seit 2002 jährlich ein Kunstfest. In Kühnhausen, das bis 1516 zum Neuwerkkloster Erfurt gehörte, setzt die älteste erhaltene Ortschronik mit der Errichtung der Kirche „Porta Coeli“ zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein.
Auf 35,3 km² leben 5.162 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine für Erfurter Verhältnisse geringe Dichte von 146 je Quadratkilometer. Die Bundesautobahn 71 verläuft unweit südlich, die Nachbarschaft reicht bis Gebesee und Großfahner am Stadtrand von Erfurt.