Über die Postleitzahl 99326
Rund 30 Kilometer südlich von Erfurt liegt die Kleinstadt Stadtilm im Ilm-Kreis, die dieser Postleitzahl fast vollständig entspricht und im breiten Tal der Ilm am Rand des Thüringer Waldes liegt. Der Ort entstand vermutlich um 1200 und erhielt schon vor 1268 das Stadtrecht.
Zu Stadtilm gehören über 20 dörflich geprägte Ortsteile, die erst 2018 eingemeindet wurden, darunter Behringen, Dienstedt, Dörnfeld an der Ilm und Geilsdorf. Die Stadtkirche St. Marien wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts begonnen und trägt Fresken im Turmgewölbe aus dem Jahr 1235. Über Jahrhunderte prägten Tuchmacher und Ledergerber das Handwerk der Stadt, aus deren Zunftfesten sich die örtliche Karnevalstradition entwickelte. Ende des 19. Jahrhunderts fand man bei der Suche nach Kohle ein mächtiges Steinsalzvorkommen, auf dem ab 1905 die Saline Oberilm produzierte.
Dörnfeld an der Ilm besitzt mit erhaltenen Salinentürmen noch Zeugnisse dieses bis 1999 fortgeführten Salzabbaus, während Dienstedt mit der Ersterwähnung von 842 als ältester Ortsteil der Gemeinde gilt.
Auf 120,6 km² zählt dieses Gebiet 8.271 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 69 je Quadratkilometer.