Über die Postleitzahl 99331
Nordwestlich von Ilmenau, ebenfalls am Rand des Thüringer Waldes, liegt der östliche, kleinere Teil der Landgemeinde Geratal, den diese Postleitzahl mit den Ortsteilen Geraberg und Geschwenda abdeckt.
Geraberg entstand erst 1923 durch die Vereinigung der beiden bis dahin selbstständigen Dörfer Gera und Arlesberg, die im örtlichen Dialekt bis heute Giere genannt werden. Seit dem 14. Jahrhundert wurde hier Eisenerz, später auch Mangan abgebaut; an diesen Bergbau erinnert die Braunsteinmühle im Ortsteil Arlesberg, dessen Anfänge bis 1665 zurückreichen. Geschwenda liegt direkt an der Autobahn nach Süden und wird im Dialekt kurz Schwäng genannt; sein Name leitet sich vermutlich vom Abbrennen von Gehölz zur Landgewinnung ab. Auf dem nahen Dörrberg stand einst die Alteburg, eine Burg des 12. Jahrhunderts zur Sicherung der Handelsstraße über den Pass Schmücke.
Beide Orte sind über die Bundesstraße 88 und die Bahnstrecke Erfurt–Ilmenau an die Umgebung angebunden, ein Bahnhof liegt in Geraberg selbst.
Auf 20,1 km² zählt dieser Teil der Gemeinde 4.063 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 202 je Quadratkilometer.