Über die Postleitzahl 99768
Im äußersten Norden Thüringens, dort wo der Freistaat seinen nördlichsten Punkt erreicht, liegt die Gemeinde Harztor mit der Postleitzahl 99768. Sie entstand 2012 durch den Zusammenschluss von Ilfeld und Niedersachswerfen und erhielt ihren Namen erst nach einer Bürgerbefragung, nachdem die Vorschläge Hohnstein und Südharz verworfen worden waren. Größter Ortsteil ist Ilfeld, dazu kommen Herrmannsacker, Niedersachswerfen, Neustadt/Harz und Harzungen, jeweils mit eigenem Wikipedia-Eintrag und eigener Geschichte.
Ilfeld reicht mit seiner Geschichte bis um 1100 zurück, als die Bielsteiner Grafen dort die Ilburg errichteten; 1189 folgte die Gründung eines bedeutenden Prämonstratenserklosters, aus dem nach der Reformation ein Pädagogium hervorging. In Neustadt/Harz, einem staatlich anerkannten heilklimatischen Kurort unterhalb der Burg Hohnstein, erhielt der Ort 1485 Markt- und Braurecht samt eigenem Rathaus. Niedersachswerfen ist bis heute vom Gipskarst der Anhöhen Kohnstein und Mühlberg geprägt, die schon in frühgeschichtlicher Zeit befestigt waren. Harztor besitzt gleich mehrere Bahnstationen, unter anderem an der Harzquerbahn, sowie eine Straßenbahnverbindung nach Nordhausen.
Die Gemeinde zählt 7.372 Einwohnerinnen und Einwohner auf 108,8 km², das sind 68 je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Ellrich und Nordhausen in Thüringen sowie Oberharz am Brocken und Südharz jenseits der Landesgrenze in Sachsen-Anhalt.