Über die Postleitzahl 99887
Im Tal der Apfelstädt, unweit des Rennsteigs im Süden des Landkreises Gotha, liegt die Landgemeinde Georgenthal mit der Postleitzahl 99887. Sie entstand erst Ende 2019 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Georgenthal, Leinatal, Hohenkirchen und Petriroda und ist heute auch erfüllende Gemeinde für Emleben und Herrenhof. Zu Leinatal gehören unter anderem die Ortsteile Catterfeld, Leina und Schönau vor dem Walde.
1143 gründeten die Grafen von Schwarzburg-Käfernburg in Georgenthal das Zisterzienserkloster St. Georg, dem 1335 ein ausgedehnter Landbesitz mit zwölf zugehörigen Dörfern gehörte und das eine bedeutende Pferdezucht unterhielt. Nach der Plünderung im Bauernkrieg 1525 und der Auflösung 1531 entstand aus einem Klostergebäude ab 1600 das Schloss Georgenthal, das unter anderem Herzog Ernst der Fromme als Sommerresidenz nutzte; von 1792 bis 1794 betrieb hier Samuel Hahnemann die erste deutsche homöopathische Anstalt. Zwischen 1646 und 1711 verzeichnen die Amtsakten 71 Hexenverfolgungen. Im Ortsteil Hohenkirchen errichteten die Fugger im späten 15. Jahrhundert eine der ersten Saigerhütten Thüringens zur Trennung von Kupfer und Silber.
Auf 77,9 km² leben in der Gemeinde 8.087 Menschen, das entspricht 104 Einwohnern je Quadratkilometer. Georgenthal war lange Eisenbahnknotenpunkt mit Strecken nach Gräfenroda und Tambach-Dietharz; Nachbarn sind Waltershausen, Gotha, Drei Gleichen und Ohrdruf.