Über die Postleitzahl 02782
Seifhennersdorf bildet praktisch allein diese Postleitzahl im Landkreis Görlitz. Die Landstadt liegt dort, wo sich das Tal der Mandau mit dem des Leutersdorfer Wassers trifft, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien. Die Landstadt entstand nach 1250 vermutlich durch mainfränkische Bauern als Waldhufendorf und wurde 1352 erstmals erwähnt. Zwischen 1780 und 1800 setzte sich der heutige Ortsname durch, nachdem das Niederdorf schon 1584 vom Zittauer Stadtrat aufgekauft worden war, während das Oberdorf – heute das tschechische Horní Jindřichov – im Besitz der Herrschaft Tollenstein blieb.
Aus dem ursprünglichen Bauerndorf wurde ein Weberdorf, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen Webereien, Konfektionsbetriebe, eine Maschinenfabrik sowie eine Holzschuh- und Pantoffelfabrik hinzu; in der Mitte des Jahrhunderts wurden zudem kleinere Braunkohlenlagerstätten erschlossen. Die Stadt setzt sich aus mehreren zusammengewachsenen Ortslagen zusammen, darunter Niederhennersdorf entlang der Mandau sowie Seifen, Scheibe und Läuterau im Tal des Leutersdorfer Wassers. Auf dem 429 Meter hohen Burgsberg an der Grenze zum tschechischen Warnsdorf steht ein 1904 errichtetes, heute wieder saniertes Ausflugsrestaurant, das als gemeinsamer Hausberg beider Nachbarstädte gilt.
Auf 19,0 km² zählt die PLZ 02782 3.599 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 189 je Quadratkilometer. Die Vorwahl lautet 03586. Angrenzend liegen die Postleitzahlen von Ebersbach-Neugersdorf sowie Leutersdorf und Spitzkunnersdorf.