Über die Postleitzahl 02794
Die Gemeinde Leutersdorf im Landkreis Görlitz mit ihrem größten Ortsteil Spitzkunnersdorf sowie dem Hauptort und dem kleinen Gemeindeteil Hetzwalde bildet diese Postleitzahl, unmittelbar an der tschechischen Grenze im Süden der Oberlausitz. Leutersdorf wurde 1347 als „Lutgersdorf“ erstmals erwähnt und war lange in mehrere politische Gemeinden zersplittert: Um 1830 bestand der Hauptort aus acht Teilgemeinden, von denen vier auf böhmischem Gebiet lagen. Erst 1907 schlossen sich die einzelnen Ortsteile zur Gemeinde Leutersdorf zusammen, 1998 kam noch Spitzkunnersdorf mit seinen Nachbarsiedlungen hinzu.
Durch die zersplitterte Grenzlage blühte nach Gründung des Deutschen Zollvereins der Schmuggel: Kaum ein Bewohner, der nicht gelegentlich Waren über die unübersichtliche Grenze brachte, mancher machte daraus sogar ein Gewerbe. Spitzkunnersdorf, ebenfalls 1347 als Kirchdorf „Cunarstorf“ erwähnt, entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur Industriegemeinde, in der die meisten Einwohner in Webereien arbeiteten; die dortige Nikolaikirche entstand 1712 bis 1716 auf Betreiben des Lehnsherrn Otto Ludwig von Kanitz, der die Fertigstellung des Turms 1725 nicht mehr erlebte. Um 1800 hielt sich in Spitzkunnersdorf zeitweise der Räuberhauptmann Johannes Karasek auf.
Auf 17,0 km² zählt die PLZ 02794 3.417 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 201 je Quadratkilometer. Die Vorwahl ist 035842. Nachbarlich liegen die Postleitzahlen von Ebersbach-Neugersdorf, Kottmar, Großschönau, Seifhennersdorf und Oderwitz.