Über die Postleitzahl 04207
Lausen und die Grünau-Siedlung prägen den westlichsten Zipfel Leipzigs, der zur Postleitzahl 04207 gehört, dazu ein schmaler Randstreifen von Kleinzschocher im Stadtbezirk Südwest; der weitaus größte Teil der Fläche liegt im Stadtbezirk West. Lausen war bis 1994 eine eigenständige Gemeinde am Ostufer des Kulkwitzer Sees und wurde 1234 erstmals als „Lusene“ urkundlich genannt, ein Name, der im Altsorbischen auf Wiesenland verweist; angelegt wurde der Ort als Rundsiedlung slawischer Bauern am Bach Zschampert.
Die Grünau-Siedlung entstand zwischen den 1910er- und 1930er-Jahren nach dem Vorbild der Gartenstadt und besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern; ihr Name geht auf den 127 Meter hohen Kirschberg zurück, einst Standort einer Kirschbaumplantage. Nur ein kleiner Abschnitt berührt die benachbarte, weitaus größere Plattenbausiedlung Grünau aus DDR-Zeiten. Kleinzschocher reicht mit seinem westlichen Rand ebenfalls hierher; der Ort geht auf ein slawisches Gassendorf des 11. Jahrhunderts zurück und wurde 1287 erstmals schriftlich erwähnt.
Auf 6,8 km² zählt die Postleitzahl 19.708 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 2.918 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen weitere Leipziger Postleitzahlen sowie, jenseits der Stadtgrenze, Markranstädt.