Über die Postleitzahl 04420
Westlich von Leipzig, im Landkreis Leipzig, liegt die Kleinstadt Markranstädt, deren Name sich vom mittelalterlichen Marktrecht ableitet: Aus dem Dorf Ranstede, erstmals 1213 verschriftlicht, wurde nach Verleihung des Marktrechts Markranstädt. Zur Stadt gehört eine ganze Reihe ehemals eigenständiger Ortschaften, darunter Altranstädt, Großlehna, Kulkwitz, Göhrenz und Quesitz mit seinen Ortsteilen Döhlen und Thronitz.
Für kurze Zeit, zwischen 1706 und 1707, richtete ein schwedischer König im Schloss Altranstädt sein Feldlager ein, wodurch der Ort zeitweise zu einem Brennpunkt der nordeuropäischen Politik wurde. Auch Napoleon Bonaparte berührte die Stadtgeschichte gleich zweimal: Am 23. Juli 1807 übernachtete er im Gasthof „Zum Rosenkranz“, und am 19. Oktober 1813, nach der Völkerschlacht bei Leipzig, kehrte er auf seinem Rückzug dort erneut ein. Weniger glimpflich verlief das 17. Jahrhundert: 1633 brannten Holksche Reiter die Stadt nieder, wenig später folgten Pestepidemie und Hungersnot, sodass die Einwohnerschaft um 1650 auf einen Bruchteil ihres früheren Standes schrumpfte.
Heute prägen der ausgedehnte Kulkwitzer See sowie mehrere Gewerbegebiete das Bild der Stadt. Auf einer Fläche von 58,2 km² kommen 16.106 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 277 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn sind unter anderem Leipzig, Schkeuditz und Pegau.