Über die Postleitzahl 04356
Seehausen trägt den größten Teil der Postleitzahl 04356 im Leipziger Stadtbezirk Nord, dazu kommt ein kleinerer Anteil von Wiederitzsch. Anders als die umliegenden slawischen Weiler entlang der Parthe wurde Seehausen um 1150 von deutschen Siedlern auf einer gerodeten Fläche gegründet; 1359 ist das Dorf erstmals als „Sehusen“ belegt. Zum Ortsteil Seehausen zählen zudem die kleineren Gemarkungen Gottscheina, Göbschelwitz und Hohenheida – alle drei gehen auf slawische Rundlinge des 8. bis 9. Jahrhunderts zurück und wurden 1438 vom Kurfürsten Friedrich II. an neue Besitzer übereignet.
Wiederitzsch, dessen Fläche nur zum kleineren Teil in dieser Postleitzahl liegt, entstand 1904 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Dörfer Großwiederitzsch und Kleinwiederitzsch und kam erst 1999 zu Leipzig; sein Name geht auf den slawischen Personennamen Vidoraź zurück. Wiederholte Brände, zuletzt 1813, prägten die Geschichte der Wiederitzscher Dörfer über Jahrhunderte.
Auf 20,8 km² kommen 3.062 Einwohnerinnen und Einwohner, was 147 je Quadratkilometer entspricht. Die Postleitzahl grenzt an mehrere Leipziger Nachbarn sowie an Taucha, Rackwitz und den Landkreis Nordsachsen.