Über die Postleitzahl 04880
Dommitzsch liegt am hohen linken Elbufer im Landkreis Nordsachsen, umgeben von den Gemeinden Trossin und Elsnig, zu denen unter anderem die Orte Roitzsch, Falkenberg, Dahlenberg, Neiden und Wörblitz gehören.
Der altsorbische Name Dommitzschs könnte vom Wort für „blasen, wehen" abgeleitet sein und auf die windige Lage über der Elbe verweisen; die Stadt entwickelte sich um eine slawische Burganlage auf dem Osterberg, ehe die Feldzüge Heinrichs I. die Gegend um 929 in deutschen Besitz brachten. Trossin gilt als die sächsische Gemeinde mit der geringsten Bevölkerungsdichte; auf ihrem Friedhof steht eine tausendjährige Lutherlinde, und im Naturschutzgebiet Zadlitzbruch hat sich bei Roitzsch ein fast ursprüngliches Hochmoor erhalten. In der Kirche von Elsnig verbrachte König Friedrich der Große die Stunden nach seiner Verwundung in der Schlacht bei Torgau Anfang November 1760, nachdem ihn sein Adjutant und ein Reitknecht dorthin gerettet hatten. Der Ortsteil Dahlenberg der Gemeinde Trossin geht auf flämische Siedler zurück, die dem Dorf den Namen der von ihnen kultivierten Ackerpflanze Dahle gaben.
Auf 146,5 km² kommen 4.930 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 34 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen Bad Düben, Torgau und Mockrehna sowie, jenseits der Landesgrenze, Bad Schmiedeberg und Annaburg.