Über die Postleitzahl 06259
Frankleben, seit 2004 ein Ortsteil der Stadt Braunsbedra im Saalekreis, füllt mit seinem zugehörigen Ort Reipisch die gesamte Postleitzahl 06259. Der Ort im Tal der Geisel gilt als rund 1500 Jahre alt: Zur Zeit der Völkerwanderung um 300 nach Christus gründeten die Warnen hier Orte mit der Endung „Leben“, im Hersfelder Zehntverzeichnis erscheint der Ort um 900 als „Franchenleba“.
Ursprünglich bestand Frankleben aus den getrennten Dörfern Ober- und Unterfrankleben mit den Rittergütern Oberhof und Unterhof, die von 1327 bis zur Enteignung 1945 durchgehend der Familie von Bose gehörten – zu ihr zählten ein kursächsischer Generalkriegskommissar ebenso wie ein General im Dienst des Kurfürstentums. Das zugehörige Schloss verfiel bis 1992, wurde 2007 verkauft und saniert und beherbergt seit 2015 über die Stiftung Kulturgut Schloss Frankleben eine Pension sowie Räume für Feiern und Veranstaltungen. Reipisch geht auf eine slawische Siedlung aus dem 7. Jahrhundert zurück, deren Name vom slawischen Wort für Rübenfeld abgeleitet ist. Im 19. Jahrhundert wandelte sich Frankleben von einem landwirtschaftlichen Dorf zu einer Industriegemeinde.
Der Bahnhof Frankleben liegt an der Bahnstrecke Merseburg–Querfurt und wird stündlich von der Linie S 11 nach Halle bedient. Auf 11,6 km² leben 1.453 Menschen, das entspricht 126 Einwohnern je km² – die kleinste und am dichtesten besiedelte der Postleitzahlen rund um Braunsbedra.
Nachbarorte sind die Kernstadt Braunsbedra, Merseburg, Leuna und Bad Lauchstädt.